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Die Kardiomyopathie der
Katze
Eine Übersicht für
Katzenhalter und -liebhaber
Was
ist eine Kardiomyopathie?
Die Kardiomyopathie ist eine
Bezeichnung für eine aus verschiedenen Ursachen entstandene unspezifische
Herzmuskelerkrankung. Sie kann alleine oder zusammen mit anderen Erkrankungen
vorkommen.
Bei Katzen unterscheidet man fünf verschiedene
Formen:
1. die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) 2. die restriktive
Kardiomyopathie (RCM) 3. die dilatative Kardiomyopathie (DCM) 4. die
unklassifizierte Kardiomyopathie (UCM 5. die arrhythmogene
rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVCM)
In allen oben genanten
Fällen kann die Erkrankung zu klinischen Beschwerden und Herzversagen
führen.
Welche Anzeichen deuten auf eine
Kardiomyopathie hin?
Die möglichen Symptome bei Katzen
mit einer Kardiomyopathie sind vielfältig und hängen vom Schweregrad
der Erkrankung ab. In einem frühen Stadium ist die Katze imstande, mit der
Erkrankung zu leben, ohne dass sichtbare Krankheitsanzeichen vorliegen. Dieses
Stadium bezeichnet man als asymptomatisches Stadium der Kardiomyopathie.
Häufig verändern die Katzen jedoch den Grad ihrer Aktivität, um
sich instinktiv der Erkrankung anzupassen: Sie schlafen vermehrt oder spielen
weniger. Solche Verhaltensmuster lassen jedoch nicht direkt auf eine
Herzerkrankung schließen. Deshalb ist es häufig schwierig eine
Kardiomyopathie im Frühstadium zu diagnostizieren. Gelegentlich werden bei
einem Tierarztbesuch ein Herzgeräusch oder ein veränderter
Herzrhythmus festgestellt. Dies können die einzigen Anzeichen während
des Frühstadiums sein.
Folgen der
Kardiomyopathie
Bei allen Formen der Kardiomyopathie
entstehen beim Fortschreiten der Erkrankung schwerwiegende Folgen für den
Organismus der Katze:
- das
Herzversagen Kennzeichen sind eine schnelle Atmung mit lauten
Atemzügen, Atmung mit offenem Fang (Hecheln) und pumpende
Atmungsbewegungen mit Ringen nach Luft. Hinzukommen Schwäche und
hochgradige Apathie infolge des stauungsbedingten Herzversagens. Diese
klinischen Anzeichen resultieren aus der Unfähigkeit des Herzens, das Blut
effizient in den Körper zu pumpen. Folglich staut sich das Blut. Es kommt
zu einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, im Brustkorb und
in der Bauchhöhle (Bauchwassersucht). Manchmal kann es bei Katzen durch
Herzrhythmusstörungen und zu plötzlichen Ohnmachtsanfällen
kommen. Weitere Symptome sind Untertemperatur, bleiche Schleimhäute und
ein schwacher Puls.
- die Embolie und
Thrombusbildung Der verlangsamte Blutstrom in den
vergrößerten Herzkammern fördert eine Gerinnselbildung. Im
stehenden Blut neigen die Blutkörperchen dazu, sich zusammenzuballen.
Dadurch entsteht ein Thrombus. Das fatale an dem Thrombus ist, dass er aus dem
Herzen in die Blutgefäße ausgeschwemmt wird und sich an einer
beliebigen engeren Stelle festsetzt und das Blutgefäß ganz oder
teilweise verschließt. Am häufigsten geschieht das am Ende der
Hauptschlagader (Aorta), dort wo sie sich in kleinere Arterien verästelt,
die die Hintergliedmaße versorgen. Daraus resultiert eine Behinderung des
Blutstromes in den Schwanz und die Hinterbeine. Ein solcher Vorgang ist
für die Katze sehr schmerzhaft. Die Hinterläufe sind wie gelähmt
und fühlen sich kalt an. Tiere mit einer akuten Thromboembolie werden ganz
plötzlich gelähmt, ohne dass äußerlich irgendwelche
Gründe für die Lähmung erkennbar sind. Ein absolut
lebensgefährlicher Zustand - nur etwa 50 % der betroffenen Katzen
überleben die Embolie. Sie zeigen im günstigen Fall innerhalb von 24
bis 72 Stunden eine langsame Besserung der Gliedmaßenfunktion; dennoch
besitzen sie aber ein hohes Rückfallrisiko.
Wie wird die Kardiomyopathie
diagnostiziert? Die Verdachtsdiagnose der Kardiomyopathie kann
anhand besonderer klinischer Anzeichen und Symptome (Herzrasen, Lähmung,
Herzgeräusch, stauungsbedingtes Herzversagen) gestellt werden. Als weitere
diagnostische Schritte folgen Röntgen der Brusthöhle zum Nachweis von
Stauungen und Herzultraschall (Echokardiografie) zum Nachweis der
Kardiomyopathie selber
Herzultraschall ist unverzichtbar bei der
Unterscheidung der verschiedenen Kardiomyopathie-Typen.
Ein EKG
(Elektrokardiografie) bringt selten brauchbare Informationen über
Herzgröße und Blutfluss in den Kammern, aber über Frequenz und
Rhythmusstörungen.
Spezifische Blutuntersuchungen können
Aussagen machen, ob die Kardiomyopathie eventuell durch andere Grundkrankheiten
bedingt ist.
Es existieren bereits Genteste, deren Ergebnisse jedoch
sehr ungenau sind und die genetische Ursache der HCM nicht sicher nachweisen
können.
Wie entsteht eine
Kardiomyopathie? Es gibt viele Ursachen für eine hypertrophe
Kardiomyopathie. Primär liegen genetische Ursachen
vor.
Sekundär kann bei älteren Katzen eine
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), zugrunde liegen. Auch ein
chronisches Nierenversagen mit begleitendem Bluthochdruck kann eine
Kardiomyopathie begünstigen.
Andere Ursachen können
Stoffwechselstörungen durch Überproduktion von körpereigenem
Kortison, Verengungen der Hauptschlagader, Blutarmut, Bluthochdruck, eine
Akromegalie ( = Bindegewebe, Knochen und Organe zeigen schleichend ein
überschiessendes Wachstum durch Übersekretion von SHT (Somatotropem
Hormon) z.b. bei einem Hypophysentumor).
Ein Taurinmangel kann zur
dilatativen Kardiomyopathie führen.
Taurin ist für die Katze
lebensnotwenig. Ein Mangel wird häufig bei ausschließlicher
Fütterung mit selbst gekochtem Futter gesehen, kann aber auch bei Katzen
mit normaler Taurinaufnahme vorkommen. Risikorassen für Taurinmangel sind
Abessinier, Burmesen und Siamesen.
IIn vielen Fällen bleibt der
Grund für eine Kardiomyopathie allerdings unbekannt (idiopathische
Kardiomyopathie). Weitere Theorien über mögliche sekundäre
Ursachen für eine Kardiomyopathie schließen virusbedingte und immun
bedingte Gründe, Herzmuskelentzündungen und
Stoffwechselstörungen ein.
Warum ist Taurin so wichtig für eine
gesunde Herzfunktion? Taurin ist eine so genannte essenzielle
Aminosäure, also ein Nahrungsinhaltsstoff, der für den Organismus der
Katze lebensnotwendig ist und von dieser nicht aus anderen Stoffen aufgebaut
werden kann. Taurin ist für die normale Funktion von Auge und Herz
unentbehrlich. Der Taurinmangel führt bei der Katze zur dilatativen Kardiomyopathie (Herzerweiterung und
Vergrößerung).
Ist eine dilatative Kardiomyopathie durch
Taurinzusatz heilbar? Eine Behandlung durch Zufütterung von
Taurin kann die klinischen Beschwerden lindern, die Herzmuskelfunktion wieder
herstellen und die Überlebenschancen verbessern, wenn Taurinmangel allein
für die Herzerkrankung verantwortlich ist. Das Ansprechen auf die Therapie
kann 2 - 3 Monate dauern. Einschränkend muss gesagt werden, dass etwa 38 %
der Katzen trotz Zufütterung von Taurin innerhalb von 30 Tagen sterben.
Katzen, die die ersten 30 Tage überleben, haben gute Heilungschancen.
Schilddrüsenüberfunktion
(Hyperthyreose) und Herzerkrankung Eine Überfunktion der
Schilddrüse ist eine typische Erkrankung der alten (nicht unter 5 Jahren)
Katze. Die Auswirkungen hoher Schilddrüsenhormon-Spiegel führen zu
einer Arbeitsüberlastung des Herzmuskels. In Folge verdickt sich der
Herzmuskel, die Verstärkung der Kammerwände erfolgt vor allem nach
Innen, dadurch wird das Aufnahmevolumen der Herzkammern kleiner. Zudem
können verdickte Herzkammern sich weniger gut entspannen und füllen.
Der Blutdruck steigt: am Ende steht das stauungsbedingte Herzversagen.
Was ist eine hypertrophe Kardiomyopathie
(HCM)? Heute ist die hypertrophe Kardiomyopathie die
häufigste Herzerkrankung unserer Katzen. Sie ist charakterisiert durch
eine eindeutig verdickte linke Herzkammer, seltener auch rechts. Ein
genetischer Defekt im Erbgut der Katzen soll für die HCM verantwortlich
sein. Der einzig bekannte Erbgang ist autosomal dominant vermutlich polygen mit
variabler Durchsetzungskraft. Betroffene Kater sind 2 bis 5 Jahre, weibliche
Tiere 3 bis 6 Jahre alt, wobei die Erkrankung bei männlichen Tieren
häufiger beobachtet wird, als bei weiblichen. PPerser, Maine Coon,
Ragdoll, Rex, Amerikanisch- und Britisch-Kurzhaar sind von der hypertrophen
Kardiomyopathie häufiger betroffen. Aber auch bei normalen Hauskatzen
kommt sie vor. Seltener ist die HCM bei Abessiniern, Burmesen und Siamesen.
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Soll eine Vorsorgeuntersuchung auf HCM bei Zuchtkatzen
durchgeführt werden? Viele Rassekatzen, aber auch Hauskatzen
besitzen ein genetisches Risiko die HCM zu vererben. Deshalb ist
verantwortungsvollen Katzenfreunden dringend zu empfehlen, ihre Katzen per
Herzultraschall (Echokardiografie) untersuchen zu lassen. Besonders dann, wenn
sie zur Zucht verwendet werden, einer Risikogruppe angehören oder wenn
bekannt ist, dass ein verwandtes Tier Herzprobleme hat. Männliche Tiere
sollten ab 2 Jahren, weibliche Tiere ab 3 Jahren echokardiografisch untersucht
werden. Für Zuchttiere ist eine Untersuchung vor dem Einsatz in der Zucht
unabhängig vom Alter zu empfehlen. Diese Untersuchungen sind schmerzlos
und völlig ungefährlich. Sie sollten jedoch von kardiologisch
erfahrenen Tierärztinnen und Tierärzten durchgeführt werden,
weil die Veränderungen des Herzmuskels besonders bei noch symptomfreien
Katzen sehr gering sein können.
Was versteht man unter einer restriktiven
Kardiomyopathie (RCM)? Die restriktive Kardiomyopathie ist die
zweithäufigste Kardiomyopathie der Katze. Hier dominiert eine wachsende
Unelastizität der Herzkammern während der Füllungsphase. Dadurch
füllt sich das linke Herz abnormal. Der "untere" (diastolische)
Blutdruckwert wird größer. Die meisten Katzen mit einer restriktiven
Kardiomyopathie sind 9 bis 15 Jahre alt. Der Grund für diese
Kardiomyopathie-Form ist unbekannt. Interessanter Weise zeigen betroffenen
Katzen ausgedehnte bindegewebige Ablagerungen im Herzmuskel. Vielleicht ist die
RCM das Resultat einer Entzündung; ob eine erbliche Komponente für
die Erkrankung verantwortlich sein könnte, ist nicht bekannt.
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Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) Eine
dilatative Kardiomyopathie wird nur in 5 % der Fälle bei Herzerkrankungen
von Katzen festgestellt. Katzen mit DCM haben sehr große Herzkammern
(Riesenherz). Die meisten DCM Fälle bei Katzen verlaufen
eigenständig, ohne dass man den Grund für die Erkrankung erkennen
kann.
Die unklassifizierte Kardiomyopathie (UCM) Diese
Kardiomyopathieform kommt gelegentlich bei Katzen vor. Die UCM steht für
ein Sammelbecken von besonderen Veränderungen, die keiner bekannten
Kardiomyopathieform zuzuordnen sind.
Die arrhythmogene rechtsventrikuläre
Kardiomyopathie (ARVCM) Auffallend, dass die rechte
Kammermuskulatur sich stark verdickt. Typischer Weise zeigen die Katzen
Rhythmusstörungen mit Extrasystolen. Sie ist sehr selten.
Die Behandlung der
Kardiomyopathie Die Behandlungserfolge hängen von der
diagnostizierten Form der Kardiomyopathie ab. Sie sollten dabei Ihrer
Tierärztin oder Ihrem Tierarzt vertrauen. Möglicherweise werden
einige der nachfolgend aufgezählten Medikamente eingesetzt.
DIURETIKA (Entwässerungsmittel) Furosemid ist das
gebräuchlichste Diuretikum, um Flüssigkeitsansammlungen aus den
Lungen zu entfernen. Diuretika wirken durch gesteigerte Wasserausscheidung
über die Nieren. BETA-BLOCKER Atenolol und Propanolol reduzieren hohe
Herzschlagfrequenzen, übermässige Kontraktionen und senken den
Blutdruck. Sie vermindern die stressbedingte überhöhte Aktivität
des vegetativen Nervensystems (Sympathikus) die besonders bei körperlicher
Anstrengung verstärkt ist.
KALZIUM-ANTAGONISTEN, KALZIUM-KANALBLOCKER Diltiazem ist ein
solches Mittel und trägt dazu bei, den Herzmuskel zu entspannen. Es kommt
zu einer besseren Füllung der Herzkammer. Weitere indirekte Effekte sind
die Senkung des Blutdrucks, eine Normalisierung der Herzfrequenz und ein
geringerer Sauerstoffbedarf des Herzmuskels.
ACE-HEMMER Es gibt sehr viele Wirkstoffe, die in diese Gruppe
eingeordnet werden (Ramipril etc.). Sie sind die gebräuchlichsten
Medikamente bei der Behandlung des chronischen stauungsbedingten Herzversagens
der Katze - ganz gleich welchen Ursprungs. Oft werden ACE-Hemmer mit Furosemid
kombiniert. Die Hauptwirkung besteht in einer Senkung des krankhaft
erhöhten Blutdrucks. Dadurch tragen sie zur Herzentlastung bei.
ASPIRIN, DELTEPARIN Diese Medikamente wirken gegen eine
Gerinnselbildung (Thrombose). Das Risiko einer Embolie in den Schlagadern soll
reduziert werden. DELTEPARIN ist ein niedermolekulares Heparin, welches die
Entstehung von Blutklumpen durch Störung der Aktivierung des
Koagulationsprozesses verhindert. Sein Gebrauch soll sicherer und
möglicherweise effektiver sein als der von ASPIRIN. Die Dosierung von
ASPIRIN muss tierärztlich genau überwacht werden, da ASPIRIN bei
Überdosierungen toxisch wirken kann. Symptome einer Aspirinvergiftung sind
Erbrechen, Magengeschwüre und Blutungen sowie Futterverweigerung.
PIMOBENDAN Dieses relativ neue Herzmedikament steigert die
Kontraktionskraft des Herzens und bewirkt gleichzeitig eine
Gefäßerweiterung. Dies führt zu einer ökonomischeren
Herzarbeit bei gleichzeitiger Blutdrucksenkung. Pimobendan ist für Hunde
zugelassen und wird bei diesen häufig eingesetzt. Das Mittel kann vom
Tierarzt bei besonderen Fällen eingesetzt werden, diese sind aber selten.
ALDOSTERON-ANTAGONISTEN Der Aldosteron Antagonist SPIRONOLACTON
ist ein Entwässerungsmittel aus der Gruppe der Kalium sparenden Diuretika.
Die von der Katze ausgeschiedene Harnmenge nimmt zu. Durch Abnahme des
Wasseranteils im Blut verringert sich die Blutmenge, die vom Herz durch den
Körper gepumpt werden muss. Dadurch wird das Herz entlastet und der
Blutdruck gesenkt. SPIRONOLACTON wird wegen seiner Kalium sparenden Wirkung
gerne in Kombination mit FUROSEMID verwendet. Es kann, wenn frühzeitig
angewendet, die gefürchtete Fibrosierung des Herzmuskels verringern. Das
ist allerdings nur beim Menschen nachgewiesen.
DIGOXIN Dieses Digitalispräparat steigert die
Kontraktionskraft eines Herzmuskels nur leicht. Es wird bei Katzen nur sehr
selten verwendet. Es kann bei Rhythmusstörungen, die vom Vorhof ausgehen,
eingesetzt werden.
Die Prognose bei der
Kardiomyopathie
Grundsätzliches Risiko: Bei den oben
genannten Katzenrassen liegt das Risiko einer Katze an einer Kardiomyopathie zu
erkranken zum Teil bei über 20%. Wichtig ist es vor dem Erwerb einer Katze
abzuklären, ob die Eltern und Großeltern noch leben und bei
Zuchtkatzen, ob diese mit Ultraschall auf HCM getestet wurden. Dabei ist z. Zt.
den Ergebnissen einer Ultraschalluntersuchung der Eltern mehr zu vertrauen, als
einem Gentest auf HCM.
Risiko bei Vorliegen einer Kardiomyopathie:
Die Aussichten sind vom Schweregrad der Erkrankung zum Zeitpunkt der
Erstfeststellung abhängig. Solange noch keine Stauungen der Vorkammern
vorliegen, ist die Prognose noch recht gut. Katzen die bereits ein
Lungenödem oder Lähmungen haben leben nicht mehr lange.
Natürlich hängt die Prognose auch von der Möglichkeit ab, den
Katzen die Medikamente zu verabreichen, was manchmal schwierig ist.
Nebenwirkungen der Medikamente stehen aber in keinem Verhältnis zum
Vorteil für das Überleben. Bei der Entdeckung einer Kardiomyopathie
im Frühstadium können die Katzen viele Jahre stabil bleiben und in
der Zeit ein nahezu normales Leben führen.
Spezialfutter &
Diät Katzen, die keine klinische Anzeichen einer
Kardiomyopathie zeigen, benötigen keine besondere Diät. Ausgenommen
sind dabei Katzen, die einen Taurinmangel aufweisen, sie benötigen
taurinreiches Spezialfutter. Salzhaltiges Futter sollte unbedingt vermieden
werden, da es die Zurückhaltung von Flüssigkeit im Körper
fördert. Natriumreduziertes (kochsalzarmes) Futter kann bei Katzen mit
stauungsbedingten Herzerkrankungen verwendet werden. Lassen Sie sich beim
Tierarzt beraten, welche Diät für Ihre Katze die beste ist. Auf
Katzenleckerchen, die häufig recht salzig sind, sollte besser verzichtet
werden.
OMEGA-3-FETTSÄUREN Als Ergänzung sind diese
ungesättigten Fettsäuren z.B. in Fischöl enthalten. Sie wirken
sich auch günstig bei herabgesetztem Appetit aus. Darüber hinaus
reduzieren sie den Schaden, den freie Radikale und Zytokine dem Herz bei
stauungsbedingter Erkrankung zufügen.
COENZYM-Q10
und L-Carnitin Diese Nahrungsergänzungsmittel sollen bei Erkrankungen
des Herzmuskels positive Effekte haben.
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Foto Dr. Bernhard Lazarz "Jerry"
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Dieser
Artikel wurde in der Ursprungsfassung in der KLEINTIERMEDIZINHeft 5/6-2005 als
Handout veröffentlicht. Geschrieben in Gedenken an Jerry, einen
liebenswürdigen Maine Coon Kater, der aufgrund von HCM viel zu früh
mit 7 Jahren den Sekundentod starb.
Diese neue überarbeitete
Fassung trägt dem Fortschritt in der Tiermedizin nach 4 Jahren Rechnung.
Mein Dank für die fachliche Beratung und die Ultraschallphotos
gilt dem Kollegen Dr. med. vet. Jan-Gerd Kresken, Kardiologe in der Tierklinik
Kaiserberg. Kardiologie@tierklinik-kaiserberg.de
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© 09/2009 |
Dr. med. vet. Bernhard Lazarz,
Zusatzbezeichnungen Zahnheilkunde und Heimtiere Zum Lith 105, 47055
Duisburg-Wanheimerort E-mail:
vet.lazarz@online.de
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